Bälle prallen in stetigem Rhythmus gegen die Fensterscheibe und verwandeln die Oberfläche in ein schwingendes Instrument. Jeder Aufprall erzeugt einen eigenen Ton, ein Klopfen, das sich zu Rhythmen verdichtet und in seiner Wiederholung fast melodisch wirkt. Die Scheibe wird zur Membran zwischen Innen und Außen, durch die Bewegung in Klang übersetzt wird – ein zufälliges, doch zugleich erstaunlich strukturiertes Spiel aus Impuls, Resonanz und Zeit.
03.07.-12.07.2015
Hinterconti, Hamburg
Seoyeon Choi (*1981) absolvierte ein Gesangsstudium in Südkorea und studierte anschließend Medienkunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Arnold Dreyblatt. Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit stehen vielschichtige räumliche Erzählformen, die sie durch ortsspezifische Installationen erforscht. Aktuell lebt und arbeitet sie in Südkorea.



