Janis Elias Müller – ohne Titel

Die Installation versammelt ein Stativ, einen Gitarrenverstärker, eine Donald-Trump-Maske, eine Gummihand und angeregte Drahtsaiten zu einem irritierenden Gefüge zwischen Körper, Klang und Inszenierung. Die gespannten Saiten werden in Schwingung versetzt und übertragen ihre rohen, vibrierenden Töne auf den Verstärker, der den Raum mit einem nervösen Klangteppich füllt.

Die Gummihand erscheint dabei wie ein entkoppeltes, künstliches Spielorgan, während die Maske eine aufgeladene, mediale Identität in den Raum stellt. Zusammen erzeugen die Elemente eine fragile, fast performative Situation, in der Kontrolle, Repräsentation und Körperlichkeit ins Wanken geraten.

10.03.2017
2025 e.V., Hamburg

Janis E. Müller (*1982) ist ein deutscher Künstler mit Sitz in Bremen. Er arbeitet vor allem im Bereich Klanginstallation, Performance und audiovisuelle Medien. Darüber hinaus ist er als Komponist elektronischer Musik für Theater- und Tanzproduktionen tätig sowie als Sounddesigner für Film und Projection Mapping, insbesondere für Urban Screen, und engagiert sich in soziokulturellen Projekten.
Seine künstlerische Ausbildung absolvierte er an der Hochschule für Künste Bremen im Studiengang Freie Kunst, unter anderem im Atelier für Zeitmedien bei Jean-François Guiton sowie zeitweise bei Jeanne Faust und Astrid Nippold, wo er 2011 sein Diplom erhielt und anschließend ein Meisterschülerstudium absolvierte. Zuvor studierte er von 2004 bis 2006 Freie Kunst an der FH Ottersberg bei Sabine Wewer.