Klangkunst und ortsbezogene Installationen entstehen aus dem Zusammenspiel von Raum, Zeit und individueller Wahrnehmung. Ihre Wirkung entwickelt sich erst im direkten Erleben und lässt sich weder fotografisch noch durch Video- oder Tonaufnahmen vollständig festhalten. Jede Form der Dokumentation zeigt deshalb nur einen Ausschnitt des eigentlichen Werkes.
Anstatt eine vermeintlich objektive Wirklichkeit abzubilden, verstehe ich Dokumentation als eigenständige Annäherung. Fotografien, Texte und audiovisuelle Aufnahmen sollen nicht das Original ersetzen, sondern dessen Atmosphäre vermitteln und die Vorstellungskraft der Betrachtenden anregen. Sie eröffnen einen Zugang zum Werk, ohne den Anspruch zu erheben, das unmittelbare Erlebnis reproduzieren zu können.



