Es ist die kleine Zunge, die an Ihrem Schlüsselbund baumelt. Sie hören entferntes Geschnatter in den Wänden, das Vibrieren eines Weckers aus der Wohnung darüber, und jetzt sind Sie auch wach.
Buzz #1–#4 ist eine Installation mit vier an der Wand montierten Objekten, von denen jedes seine eigenen, einzigartigen Geräusche erzeugt. Der Titel „Buzz“ bezieht sich auf das Phänomen der Phantomvibrationen – das Gefühl, dass Ihr Telefon vibriert oder Sie alarmiert, nur um dann festzustellen, dass nichts da ist, wenn Sie nachsehen.
Das Wort „Buzz“ fängt auch die Idee von mitgehörtem Klatsch, dem Summen vertraulicher Gespräche oder der Erregung öffentlichen Ärgernisses ein.

27.09.-11.10.2024
nachtspeicher23, Hamburg
Mette Bjørndal (*1993) ist Bildhauerin und Installationskünstlerin. Sie hat einen Masterabschluss an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, wo sie bei Martin Boyce studierte. In ihrer Arbeit konzentriert sich Bjørndal vor allem auf Skulpturen und Installationen, die Elemente aus Musik und darstellender Kunst einbeziehen. Unabhängig davon, ob die Werke tatsächlich Klang erzeugen, lassen ihre visuellen Qualitäten eine Idee von Klang entstehen. Diese subtile Andeutung regt die Vorstellungskraft oder das „innere Ohr“ der Betrachtenden an und schafft persönliche Assoziationen zu Klang, selbst wenn dieser physisch nicht vorhanden ist. Auf diese Weise sprechen die Werke das Publikum sowohl visuell als auch sinnlich an und erzeugen auditive Erfahrungen durch visuelle Mittel. Bjørndal lebt in Hamburg und arbeitet derzeit sowohl in Hamburg als auch in Kopenhagen.



