In der zeitbasierten Klangskulptur geht es um die Beziehung von Verlust und Entwicklung. Auf einem knapp zwei Meter langen Eisenspieß wird über die Ausstellungszeit hinweg mittels eines Dönermotors ein 500 Meter langes Lautsprecherkabel aufgewickelt. Gleich der Umdrehungsgeschwindigkeit wird ein mal pro Minute über den am Kabel angeschlossenen Lautsprecher ein raumschneidendes, kurz hackendes Geräusch abgespielt, welches durch die Kabellänge abstrahiert wird und einen aus der stillen Beobachtung der Spiraldrehung herausreißt.
03.07.-12.07.2015
Hinterconti, Hamburg
Torben Laib (*1990) studierte Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule und der HBK Braunschweig. Er beschäftigt sich mit der Verknüpfung von Materiellem und Immateriellem, Beständigem und Ephemerem, Stillem und Lautem, Neuem und Ursprünglichem, Verborgenem und Offensichtlichem. Klang-, raum- und zeitbasierte Materialien und Medien spielen die größte Rolle. Oft reagiert er mit seinen Arbeiten auf Situationen, Geschichten und Orte.


