Die Performance von Felix Mayer entfaltet sich als leise Versuchsanordnung zwischen Spiel und Klangforschung. Auf dem Boden sitzend, arrangiert er scheinbar banale Alltagsgegenstände – Plastikbecher, kleine Objekte, Drähte und ein elektrisches Gerät – zu einem provisorischen Instrumentarium. Durch behutsames Platzieren, Verschieben und Aktivieren entstehen fragile Klangereignisse, die sich zwischen Zufall und gezielter Setzung bewegen.
Wie in vielen seiner Arbeiten wird Klang hier nicht als festes musikalisches Material verstanden, sondern als Ergebnis von Beziehungen: zwischen Dingen, Berührungen und Bewegungen. Mayer untersucht dabei, wie aus einfachen Mitteln und provisorischen Anordnungen Situationen entstehen, in denen Material, Bewegung und Klang in eine offene Beziehung treten. Die Performance wirkt konzentriert und beinahe intim; sie lenkt die Aufmerksamkeit auf kleinste akustische Veränderungen und öffnet einen Raum, in dem Hören zu einer aktiven, imaginativen Handlung wird.
23.11.2025-01.04.2026
Stadtgalerie Künstler:innenhaus Lauenburg
Felix Mayer (*1990) ist Posaunist, Komponist und Klangkünstler. Ausgehend von Alltagsgegenständen, ambivalenten Materialien und räumlichen Situationen entwickelt er ortsspezifische, oft mehrkanalige Arbeiten zwischen Klanginstallation, Hörspiel, und Komposition, häufig in Zusammenarbeit mit Künstler:innen aus Literatur, Tanz und Performance. Nach einem Posaunenstudium an der HfMT Hamburg studiert er seit 2025 Freie Kunst an der HBK Braunschweig bei Jens Brand und Thomas Rentmeister.



