Florian Bräunlich – Airwaves

Mehrere Packungen Airwaves-Kaugummi sind hintereinander aufgereiht. Sie formen gemeinsam eine geschwungene Linie, die an eine Welle erinnert. Aus den einzelnen, alltäglichen Verpackungen entsteht so eine einfache, aber präzise Form, die unmittelbar an die Darstellung einer akustischen Welle denken lässt.

Der Markenname „Airwaves“ verstärkt diese Verbindung: Luft und Wellen sind zentrale Elemente des Hörens. Schall breitet sich als Bewegung der Luft aus, als unsichtbare Welle, die Räume durchzieht. Die aneinandergereihten Kaugummipackungen übersetzen dieses unsichtbare Phänomen in eine sichtbare, materielle Form. Aus einem Konsumgegenstand wird so ein Modell für Klang – eine stille Welle aus Verpackungen, die auf spielerische Weise an die Bewegung von Schall erinnert.

Fotos: Edward Greiner

14.09.-13.10.2024
Kunstraum Tosterglope

Florian Bräunlich (*1989) ist (Klang-)Künstler und Performer. In seiner Arbeit stellt er Bezüge zwischen klanglichen Phänomenen, Räumen und Menschen her. Seine oft kollaborative Arbeitsweise entspringt dem Geist des DIY und erforscht neue Formen zwischen Klang und Bildhauerei. Neben seiner künstlerischen Praxis ist er kuratorisch tätig. Seit 2018 leitet er zusammen mit Nika Son und Felix Kubin das Festival Papiripar. Seit 2017 ist er für die Klang-, Kunst- und Performance-Reihe Kammer-Pop mitverantwortlich. Florian Bräunlich lebt und arbeitet in Hamburg.