Die Installationen des Hamburger Klangkünstlers sind extrem materialreduziert und fügen der reinen Akustik visuelle Komponenten hinzu. Die Rezeption seiner Kompositionen erfolgt ebenso über das Sehen und das Begehen wie über das Hören. Wommelsdorf konzentriert sich dabei auf Klangphänomene aus dem Alltag. Mit minimalen Eingriffen und dem Einsatz alltäglicher Gegenstände arbeitet er die spezifischen Eigenheiten von Gegenständen und Räumen heraus und fokussiert sich dabei auf die klangliche Ebene des Umfeldes, die er mit einer visuellen Ebene zusammenbringt. So schlagen die roten Sirenen einen Bogen zu Elbe, Schifffahrt und der Neonarbeit “SOS” von Via Lewandowsky. Durch das Zusammenwirken von Klang und Objekt, Raum und Licht entstehen so sinnfällige Klang-Raum-Skulpturen.
Fotos: Dirk Eisermann & Robert Schlossnickel
23.11.2025-01.04.2026
Stadtgalerie Künstler:innenhaus Lauenburg
Nach seinem Studium der Freien Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, studierte Heiko Wommelsdorf (*1982) von 2009 bis 2012 Klangskulptur und Klanginstallation bei Ulrich Eller an der HBK Braunschweig. Neben zahlreichen Stipendien unter anderem dem HAP Grieshaber-Stipendium, das BS Projects Stipendium und das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn, sowie vielen Ausstellungen im In- und Ausland hatte Wommelsdorf von 2014 bis 2015 einen Lehrauftrag im Bereich Klangkunst an der Muthesius Kunsthochschule, Kiel inne und von 2023 bis bekleidete er eine Gastprofessur im Bereich soundart an der HBKsaar in Saarbrücken.



