Die Medienkünstlerin Hyunju Oh macht innere Geschichten in verschiedenen Aspekten und Darstellungsformen sichtbar und hörbar. Sie setzt sich intensiv mit der alltäglichen Fragilität und Komplexität unserer Zeit auseinander. “Schlag auf Schlag. Resonanz. Körper, Welt.”, so verortet sie selbst die ausgestellte Video- und Klangarbeit. Der Brutalität eines Schlages steht der lebensnotwendige Herzschlag gegenüber. Im Raum reflektiert, dringt er in den Körper ein und erzeugt somit einen immersiven akustischen wie gedanklichen Resonanzraum. Wogegen oder gegen wen richtet sich der Schlag? Ist es ein Schlag der Befreiung, des Schmerzes oder der Verzweiflung? Dies bleibt offen und obliegt der ganz persönlichen Wahrnehmung der Betrachter:innen.
Fotos: Dirk Eisermann & Robert Schlossnickel
23.11.2025-01.04.2026
Stadtgalerie Künstler:innenhaus Lauenburg
Hyunju Oh (*1988) studierte Malerei, Medienkunst und experimentelle Kunst in Daegu, Kiel, Linz und Mainz u.a. bei Prof. Peter Kiefer, Prof. Stefan Fricke und Prof. Anke Eckardt.
Ihre Arbeiten werden nicht nur durch die Installation von einfachen Klangobjekten ausgeführt, sondern auch durch die Verwendung von theatralischem Hörspiel und performativen Klängen. Durch das Zusammenspiel von Objekt mit allegorischer Bedeutung und zeitbasiertem Klang experimentiert sie mit der Transformation in Raum und Wahrnehmung.



