Jakob Spengeman – Alisa, Camillo, Harry, Lennart, Marie, Noi, Rosa, Tammy

Diese Klanginstallation ist das Ergebnis eines Aufnahmeexperiments, bei dem acht Personen gebeten wurden, sturmartige Geräusche mittels der eigenen Stimme zu erzeugen. Diese Geräusche, wie Pfeifen, Brummen, Pusten, Klicken usw. stellen keine authentische Nachahmung des Geschehens dar, vielmehr karikieren sie den erhabenen, elementaren Charakter des Wetters mit der Intimität des menschlichen Körpers. Die mimetischen Aufnahmen der Performer*innen werden in einer chorischen Inszenierung zusammengebracht, die aus Skulpturen besteht, die eine Gruppe von windgeschützten Mikrofonen simuliert. Die Inszenierung spielt mit dem Gedanken, dass sich der Chor als eine Einheit präsentiert, die die Summe von mehreren Ereignissen ist, die gleichzeitig stattfinden. Die strukturierten Harmonien des Chores parodieren den chaotischen Geräuschzustand des Sturmes.

17.09.-01.10.2023
Strobreden – Haus für Klangkunst-Enthusiasten, Hamburg

Jakob Spengemann (*1992) studierte Bildhauerei und Bühnenbild an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Mit seinen Arbeiten bewegt er sich an der Schnittstelle von Skulptur, Klang und Szenografie. Ausgangspunkt seiner Arbeit ist die Vermittlung und Transformation von Inhalten innerhalb der uns vertrauten Wahrnehmungsmuster. In meist raumgreifenden Installationen erforscht er Klang auf seine skulpturalen und narrativen Eigenschaften und dessen Wirkung innerhalb unseres kulturell geprägten Rahmens.