Diese Arbeit beruht auf dem Prinzip der Orgel. Der Ton entsteht hier durch die Luft selbst und ist somit eine Form der Klangerzeugung durch Luft. Künstlerhaus Sootbörn wurde eine Karaffen in den Ausstellungsraum „in the box“ aufgestellt. Ein Lüfter erzeugte die Luft, welche über ein Rohrleitsystem zu der Karaffe transportiert wurde. An der Öffnung der Karaffe wurde ein kleines Holzstück auf den Rand geklebt, an dieser Stelle wird die Luft umgeleitet und somit der Ton erzeugt. Die Karaffe selbst bzw. das innere Volumen, bestimmen den Ton. Je mehr Flüssigkeit, desto kleiner das Volumen und umso höher der Ton.



15.09.-01.10.2023
Künstlerhaus Sootbörn, Hamburg
In ihrer künstlerischen Arbeit kombiniert Kathrin Lambert (*1987) verschiedenste Materialien und alltägliche Gegenstände miteinander und erschafft damit Klangobjekte und Instrumente, welche entweder autonom klingen oder in Performances zum Erzeugen atmosphärische Hörstücke genutzt werden. Insbesondere erforscht sie dabei das klangliche Potenzial von Haushaltsgegenständen aus Metall oder Glas. Diese werden als Instrumente eingesetzt oder umfunktioniert, in ungewöhnlicher Weise gespielt und aufgenommen. Durch Loops und Effekte formt Lambert aus diesen Klängen dichte, harmonische Klanglandschaften, die zum Verweilen einladen.
Ihre Arbeiten laden dazu ein, alltägliche Dinge neu zu hören – nicht nur als Objekte des Gebrauchs, sondern als resonierende Körper voller unentdeckter akustischer Möglichkeiten.