Lorenz Pasch – Ja, Nein, Vielleicht

Eine Münze dreht sich endlos auf einem Teller, der auf dem Buch „Die page blanche in der Literatur und bildenden Kunst der Moderne“ ruht. Schnell und doch instabil in ihrer Rotation, hält die Münze einen Moment fest, der von Natur aus nur kurz sein soll. Dadurch verwandelt sie eine flüchtige Entscheidung in einen gedehnten Zustand der Spannung – ein Schwebezustand zwischen Anfang und Ende. Das fragile Gleichgewicht evoziert sowohl Unausweichlichkeit als auch Verzögerung und hält die Betrachter in einer hypnotischen Pause gefangen, in der die Auflösung endlos hinausgezögert wird.

04.06.-12.06.2022
Strobreden – Haus für Klangkunst-Enthusiasten, Hamburg

Lorenz Pasch (*1990) hat einen Master of Fine Arts der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg (2023), sowie ein Diplom in Malerei / Freie Kunst der Kunsthochschule Berlin Weißensee (2020). Sein Studium wurde von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert (2017-2023). Pasch erhielt das Recherchestipendium der Stadt Berlin (2021), den Mart-Stam Preis der Kunsthochschule Berlin Weißensee (2020), und den Sonotopia Award of Distinction (2019). Im selben Jahr wurde er von der Beethovenstiftung Bonn in Zusammenarbeit mit dem Gothe institut in Teheran eingeladen, an dem sechswöchigem internationalem Austauschprogramm „sonic explorers“ teilzunehmen.