„harm“ ist eine selbstzerstörerische kinetische Klanginstallation, die aus vier elektromechanischen Sägen besteht, die langsam ihre eigene Energieversorgung unterbrechen. Inspiriert durch das Sprichwort „den Ast absägen, auf dem man sitzt“ hängt das selbstgebaute mechanische System an seinem eigenen „Faden“. Durch die Berührung des Kupferdrahtes ermöglichen die einzelnen Sägen den Stromfluss zu ihrem eigenen System und schleifen gleichzeitig nach und nach ihre Energiequelle ab. Die kontinuierliche Bewegung und die Geräusche der arbeitenden Sägen sorgen rund um die Uhr für eine Komposition.
Fotos: Maik Gräf



26.01.-04.02.2024
Frappant Galerie, Hamburg
Nika Schmitt (*1992) arbeitet seit 2017 als freiberufliche Künstlerin. Bereits während ihres Studiums an der Academy of Fine Arts and Design in Maastricht begann sie mit ortsspezifischen Projekten, zum Beispiel bei der Biennale of Contemporary Art in Senegal — dak’art 2016, trat als Vokalistin in der experimentellen Musikgruppe Otomax auf und gründete zusammen mit zwei Kollegen, Mike Moonen und Don Possen, die Modelinie Dominik. 2018 erhielt sie den ersten Preis des studentischen Wettbewerbs für installative Klangkunst bonn hoeren — sonotopia und stellte dort ihre Arbeit „locus motus“ vor. 2019 begann sie ihr Master Studium an der ArtScience Interfaculty an der Royal Academy in den Haag (NL). 2021 erhielt Nika Schmitt den ArtScience Master Prize und schloss ihr Studium mit der Arbeit „Loop“ ab. 2025 war sie Stadtklangkünstlerinnen in Bonn.