Peter Strickmann – Choreografien

1) Imitieren: An der Holzbrüstung der Elbterrasse des Künstler:innenhauses befindet sich eine Metalltafel mit einer eingravierten Handlungsanweisung. Sie lädt dazu ein die Lautstärke des passierenden Geschehens singend oder summend zu imitieren.

2) Klatschen: eine zweite Choreografie befindet sich im Ausstellungsraum auf einem Notenständer. Sie empfiehlt ein Rundumhören und ein Klatschen, so laut wie möglich – aber nur so laut, dass es weit und breit niemand hört.

Peter Strickmann bezeichnet seine „Choreografien“ als Handlungsempfehlungen oder text-scores, die zum individuellen oder gemeinschaftlichen Zuhören, Performen und Beobachten einer Gesamtsituation einladen.

Fotos: Dirk Eisermann & Robert Schlossnickel

23.11.2025-01.04.2026
Stadtgalerie Künstler:innenhaus Lauenburg

Peter Strickmann (*1983) ist ein in Berlin lebender Klangkünstler und Performer, der ortsspezifische Installationen, szenische Konzerte und grafische Gedichte realisiert. Seine performativen Arbeiten mit selbstgebauten Instrumenten bewegen sich zwischen Miniatur-Objekttheater, musikalischer Improvisation und kollektiver Hörübung. Zudem pflegt er ein stetig wachsendes Schnarcharchiv, war Veranstalter diverser Konzertreihen und studierte bis 2013 Audiovisuelle Kunst bei Christina Kubisch sowie Public Art bei Georg Winter an der HBKsaar in Saarbrücken. 
Darüber hinaus leitete er Workshops und Seminare an Schulen, Kitas, Kunsthochschulen und Festivals zu experimentellem Instrumentenbau, Hörverstehen und Soundwalking.